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Erziehung & Erfahrung

Kinder und die Pflicht der Hobbys

Irgendwann ist die Zeit gekommen, dass die Kinder mit Hobbys anfangen (sollten). Doch wann ist der richtige Zeitpunkt?
Überfordere ich mein Kind mit dem Freizeitstress? Fragen über Fragen die einem durch den Kopf gehen, vor allem als Mama eines kleinen Kindes.

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Und zusätzlich der Druck der anderen Muttis „Also ich geh mit meinem Kind 1x die Woche zum Kinderturnen und den Englisch Sprachkurs besucht es auch schon.“ oder „Wie dein Kind besucht nicht die Musikschule?“. Ja schön für euch. Meins halt nicht. Aber ja, auch ich habe mich unter Druck setzen lassen, sodass wir mit 2 Jahren ins Kinderturnen gegangen sind. Ganze  2 Mal – ihm gefiel es überhaupt nicht! Also ließen wir es.
1 Jahr später und tausend Mal den Satz gehört „Dein Kind braucht ein Hobby, nur so lernt es in der Gemeinschaft zurecht zu kommen.“ haben wir es erneut in einem Verein versucht. Dem Fußballverein. Nebenbei bemerkt, geht mein Kind seitdem er 13 Monate alt ist in den Kindergarten, wo wenn nicht dort, lernt er sonst in der Gemeinschaft zurecht zu kommen?
Aber auch hier haben wir nach 4 Mal Spielen wieder aufgehört. Er war einfach noch nicht so weit. Und das war auch gut so.
Warum muss ein Kind mit 2/3/4/5 Jahren schon Hobbys haben? Es ist doch viel schöner wenn Kinder Zeit zum Spielen und Verabreden haben. Es ist mittlerweile so schwierig sich mit anderen Kindern zu verabreden, weil alle einen vollen Terminkalender haben. Schade ist das 🙁 . Ja es ist mittlerweile eine andere Zeit, in meiner Kindheit verabredete man sich noch morgens im Kindergarten und konnte nachmittags gemeinsam spielen. Das fehlt mir ziemlich in der heutigen Zeit. Kinder sollen doch Kinder sein. Lasst eure Kinder selber entscheiden wann sie was machen wollen. Eltern sollten eine gewisse Grenze setzen, ein Kind kann den Freizeitstress noch nicht abschätzen. Gebt  deshalb als Eltern drauf acht, dass sie nicht zu viel machen, verabredet sie lieber mit Freunden aus dem Kindergarten. – So lange das noch geht 🙂

Mit 4 Jahren haben wir es nochmal versucht, er wollte unbedingt Fußballspielen. Zu der Zeit war die WM in Brasilien. Jeder sprach über Fußball. Fußball war so präsent, dass er unbedingt spielen wollte. Und seitdem spielt er regelmäßig. 1x die Woche ist Training und seit einem halben Jahr sind sonntags die richtigen Spiele. Des Öfteren kommt er und sagt er habe keine Lust auf das Training. In solchen Momenten setzte ich mich mit ihm hin und rede ganz offen mit ihm. Er könne gerne aufhören, wenn er wirklich nicht mehr spielen möchte, dann würde er aber auch nicht mehr Spielen. Und dann ist das okay für ihn, er geht in sein geliebtes Training.

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Er ist Torwart. Er hat sich für diese Position selbst entschieden. Auf dem Spielfeld hat es nicht gut geklappt, weshalb er sich im Tor ausprobieren wollte. Und nach den ersten Enttäuschungen funktioniert das mittlerweile super. Am Sonntag hat er sogar bei einem Tunier seine erste Medaille gewonnen. Als letzte Mannschaft. Und soll ich euch was sagen? Er war SO stolz auf seine eigene Medaille! Er ist verdammt glücklich mit seinem Hobby und dann ist Mama das auch 🙂

Wäre da nicht diese eine Sache. Diese Mütter, die meinen ihre Kinder wären etwas besseres. „Also mein Kind trifft wenigstens die Bälle.“, „Hätte xxx im Tor gestanden, wären nicht so viele Bälle reingegangen.“ oder „Also mein Kind macht ja immer ordentlich mit.“ Ist ja wunderbar. Mein Kind ist kein Roboter. Mein Kind hat Gefühle, mein Kind hat seinen eigenen Willen und vorallem ist mein Kind nicht so, wie es jeder haben will. Er hat sich in den letzten 2 Jahren enorm weiter entwickelt. Aber er ist ein Kind. Mein Kind. Er muss ersteinmal lernen sich der Gesellschaft zu fügen. Er muss auch lernen, dass er egal wo er hinkommt es neue Regeln zu befolgen gibt. Das ist ein Lernprozess der nicht von jetzt auf Gleich stattfindet.

Also bitte, hört doch auf zu kritisieren. Ist ja schön und gut wenn euer Kind das so und so macht. Interessiert mich nicht. Mein Kind ist halt anders und das ist gut so.
Dieses Kind wird in meinen Augen immer, der Beste sein. Ich werde ihn unterstützen, egal für welche Richtung er sich entscheidet. Ich werde mit ihm zusammen alle Lernprozesse durchlaufen. Egal wie lange das dauert. Egal wie Zeitintesiv das seind wir. Mir ist es wichtig, dass mein Kind glücklich ist! Und das ist er ❤

 

WIE IST DAS  BEI EUCH? HABEN EURE KINDER HOBBYS? WAS MACHEN SIE?

 

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  1. Vanessa

    Huhu,

    Collin spielt auch fußball aber hat 2x die woche training. Bei uns gibt es auch mütter die meinem ihre kinder hätten es besser gemacht aber das interessiert mich null. Auch wenn seine mannschaft verliert bin ich stolz auf ihn. Keine lust auf training kenne ich collin hat öfter so phasen. Manchmal lassen wir dann auch 1 training ausfallen aber in der regel sage ich ihm das gleiche wie du. Wir sind auch erst mit fußball angefangen als collin 6 war. Das war im sommer. Nun wird er am samstag schon 8 jahre. Das schöne ist er spielt zusammen mit seinem besten freund fußball. Seit dem kindergarten sind die freunde und auch zusammen in einer klasse.

    Schöne grüße

    • Rabaukenmami

      Wahnsinn, dass es überall schon gleich ist 😀
      Ich find das toll, wenn ich eure Kommentare lese 🙂

      Und euch wünsche ich viele weitere tolle Tuniere und Spiele 🙂

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