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Erziehung & Erfahrung

Geburt 2010 & 2015

Heute möchte ich über ein Thema sprechen, dass jede Mami durch macht.
Die Geburt. Ich kann mich an jedes Detail der beiden Geburten nicht erinnern, deshalb möchte ich beide Geburten in einen Blogartikel fassen. Die Geburten waren sich sehr ähnlich und doch so unterschiedlich. Ehrlich gesagt, lese ich nicht gerne über andere Geburten. Vor der 1. Geburt hat mich das noch alles interessiert, kaum hab ich selbst eine erlebt, möchte ich darüber garnicht mehr nachdenken. 😀

2010
Der Entbinungstermin rückte immer näher, ich hätte das Baby am Liebsten schon Wochen vorher in meinen Armen gehalten, aber selbst am ET wollte es nicht raus. Das war dann auch der Tag, nachdem meine Geduld an ihre Grenzen stoß. Ab dem Tag wollte ich niemanden mehr sehen, mich nervten die Fragen „und ist das Baby schon da?“ – verdammt nein!
Ich war wirklich nur noch schlecht gelaunt. Zu recht. Am gleichen Tag hatte ich einen Frauenarzttermin. Meine Hoffnung. Und er gab sie mir wirklich.
Das Fruchtwasser war zu wenig und die Plazenta viel zu verkalkt. Ich bin strikte Nicht-Raucherin. Die Gesundheit des Babys war gefährdet. Wir entschieden uns für eine Einleitung. Die erst 3 Tage später stattfinden sollte.Niemand, der das noch nicht erlebt hat kann sich nicht vorstellen, wie sich diese Tage anfühlen. Es ist furchtbar. Diese Waterei. Diese Hoffnung, dass es ohne Einleitung losgeht.
Dann kam er, dieser Samstag Morgen, der meinen Tag verändern würde. Voller Vorfreude fuhren wir morgens gegen 6:30 Uhr los ins Krankenhaus. Um 7 Uhr sollte die Einleitung statt finden. Im Krankenhaus angekommen, erinner ich mich garnicht mehr daran. 😀
Ich glaube das ich an das CTG angeschlossen wurde. Der Belegarzt, der mir durch meinen Frauenarzt vermittelt wurde, stellte sich vor. Kurz später wurde mir das Gel eingeführt.
Ich bekam einen Raum in dem ich durch das CTG überwacht wurde, dort konnte ich mein Stillkissen, meine Kliniktasche und mein Nahrungsvorrat ablegen.
Mittags machte man mir keine großen Hoffnungen, dass es Heute noch losgehen würde.
Doch bereits beim Mittagessen, gegen 14 Uhr merkte ich, dass etwas nicht stimmte. Ich behauptete, dass die Wehen so langsam aber sicher anfingen.
Es wurde immer heftiger. Ich konnte nicht weiter Essen, ich wollte stattdessen spazieren gehen, aber auch das ging nach kurzer Zeit nicht mehr. Ich war froh, als ich wieder auf meinem Zimmer war.
Und ab dann ging alles ganz plötzlich. Um 16 Uhr wurde ich in den Kreisaal verlegt, ich bekam eine PDA, um kurz vor 19 Uhr war er dann da. Mein Belegarzt schaffte es gerade so rechtzeitig in den Kreisaal. Die Wehen waren wirklich heftig. Aber das ging alles so schnell. Da hielt ich mein Baby schon in den Armen. Wahnsinn.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass das alles wirklich schnell ging. Ich hatte eine absolute Traumgeburt.
Das Drama spielte sich erst nachher ab. Ich bin durch das schwere Gewicht und die Größe ziemlich arg gerissen, sodass das Nähen eine Tortur war. Die Naht riss wieder auf, weshalb ich erneut zwei Stunden lang genäht wurde. Das waren Schmerzen, schlimmer als die eigentliche Geburt. Sowas wünscht man wirklich keinem.
Gegen Mitternacht kamen wir völlig erschöpft auf unserem Zimmer. Da lag ich nun, mit meinem Baby in den Armen.
Es ist ein so unbeschreibliches Gefühl. ❤

2015
Die Geburt des kleine Rabaukens lief ähnlich ab. Das Baby durfte nicht vor Entbindungstermin kommen. Ich bin bis 7 Tage vor ET noch in die Uni gegangen, bevor die Semsterferien anfingen. Sowohl mein Frauenarzt, als auch mein Belegarzt (den selben wie bei der ersten Geburt) hatten mir vorher Hoffnungen gemacht und gemeint, dass wir den Entbindungstermin nicht erreichen würden. Es wäre schon alles in Geburtsposition. Am Tag der Entbindung änderte sich auch meine Stimmung, das Baby war immer noch nicht da, es könnte nun wirklich kommen. Samstag Morgen ging ich zu meinem Belegarzt, er war sich sicher, dass das Baby vor Montag kommen würde. Der Muttermund hatte sich auf 4cm geweitet.
Ich probierte alles, ich aß Ananas, badete heiß, trank den Himbeerblätterblüten Tee und lief viel. Nichts. Das Baby wollte nicht kommen. Montag saß ich schlecht gelaunt erneut bei ihm in der Praxis. Ich hing am CTG und wurde danach untersucht.
Der Zustand des Babys hatte sich verschlechtert, der Muttermund ging wieder zurück und ich hatte viel zu wenig Fruchtwasser. Erneut war die Gesundheit des Babys gefährdert. Wir waren 7 Tage über ET.
Ich durfte nicht mehr nach Hause sondern wurde direkt weiter ins Krankenhaus geschickt. Mittags um 14 Uhr sollt eingeleitet werden.
Im Klinikum wurde ich erneut an das CTG gehangen, wurde untersucht und danach wurde mir das Gel verabreicht. Ich kam in den gleichen Raum, wie damals bei dem Großen schon. Ganz gemütlich durfte ich TV schauen, während ich am CTG hing. Danach gingen wir spazieren. Es dauerte keine 4 Stunden, bis die Wehen losgingen. Wir stiegen im Parkhaus noch die Treppen bis zur 7. Etage um meine Kliniktasche zu holen. Der Weg zurück war die reinste Tortur. Ich wollte nur noch liegen.
Als die Hebamme nach meinem Muttermund schauen wollte, musste ich sie enttäuschen, das ging überhaupt nicht. Ich hatte solche Schmerzen. Ich war überzeugt, dass es wirklich losgehen würde. Die Hebamme vertraute auf meine Aussage und wir gingen in den Kreissaal.
Ich entschied mich gegen eine PDA. Ich glaube aber, es wäre auch schon zu spät gewesen dafür. Der Muttermund war bereits 7cm auf. Ich muss sagen, ich hatte noch nie solche Schmerzen, das tat so weh! Die Hebamme motze mich an, ich solle mich nicht so anstellen. Es dauerte keine Stunde, bis mein Baby das Licht der Welt erblickte. Selbst mein Belegarzt schaffte es mit seinem Porsche nicht rechtzeitig zur Geburt.
Nachdem der kleine Mann gewogen und gemessen wurde, entschuldigte sich die Hebamme bei mir, bei den Maßen hätte ich die Schmerzen haben dürfen.
Auch diesmal musste ich genäht werden.
Mein Tipp: Wenn ihr in so eine Situation kommt, wird der Arzt vor dem Nähen die Stelle betäuben. Sobald der Schmerz nachlässt, fragt nach einer weiteren Betäubung! Bei mir war das ein Spray, was er wirklich im gefühlten Minuten Takt drauf gesprayt hat. Mir war das egal, was der Arzt von mir denkt, ich hatte bei der ersten Geburt so ein Näh-Trauma dadurch bekommen, dass ich diesesmal alles versuchte um es zu verhindern.

Auch bei der Geburt kam ich mitternachts auf mein Zimmer. In das selbe Zimmer, in dem ich bereits vor 4 1/2 Jahren war.

Ich hatte wirklich unglaubliches Glück mit den beiden Geburten. Trotz Einleitungen, verliefen sie ziemlich schnell.
Nur das Nähen habe ich nie verarbeitet bekommen. Ich hab ein wirkliches Trauma davon ertragen.
Aber für mich bleibt die Geburt ein absolutes Wunder. So viel Kraft die eine Frau einsetzt um ein neues Leben zu gebären.

Es lohnt sich aufjedenfall.

Wie verliefen eure Geburten ab? Hattet ihr auch so viel Glück?

 

Rabaukenmami Bild

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  1. Eileen

    Oh ich hab mich vor einer Einleitung immer gefürchtet?ich hatte noch mehr Glück mit meinen beiden Geburten wie du?die große 2012 kam eine Woche vor Termin und ich hatte sooo angst vor der Geburt nach dem Geburtsvorbereitungskurs wollte ich das sie für immer drin bleibt?aber dem war nicht so.Die wehen fingen nachts halb 2 an ganz leicht dann war ich um 8 beim FA der schickte mich wieder nach Hause um 11 kam meine Schwiegermutter und zu halb 1 sind wir ins Krankenhaus…und um 14.40uhr war Püppi da❤ganz klein und leicht 2900g und 48cm
    2014 der kleine 2870g und 49 cm ?kam drei Wochen vor ET…meine Mann war gerade wieder zu hause nach 14 Tagen Abwesenheit und die große ist um 17uhr eingeschlafen und wir haben uns einen gemütlichen Abend machen wollen.mein mann hat Döner?geholt und meinte noch ich soll nicht alles nicht das ich noch platze?aber ich hatte da so Hunger drauf,der Döner war weg und mir ist die Blase gesprungen haha….gut das fand ich ja doof.zu früh und ich habe mich auf Std im KH eingestellt weil ich nix weiter hatte.Schwiegerpapa musste auf die kleine aufpassen und wir sind gemütlich ins kh.21 Uhr wurde ich ans ctg gelegt jnd nix ist passiert.also haben wir mein mann halb 12 nach hause geschickt und mich auf Station gebracht.schlafen konnte ich nicht weil ich wusste das der kleine Mann bald da ist❤halb 1 nachts merkte ich oh da tut sich was zu 1 rum bin ich zum Kreißsaal gewartschelt und die Hebamme wollte mich gerade an das CTG anschließen da kamen die doofen wehen.Die Hebamme war ganz erschrocken und meinte oh weh wir müssen ihren Mann anrufen…aber der ging nicht ran und sie fragte mich ‚und nu‘ ?herrlich ich sagte dann bekomm ich mein Kind alleine mit dir…2.40 Uhr war er da da der kleine Mann❤ mein Mann kam ne Stunde später?alles gut.
    Ich wurde tatsächlich auch bei beiden genäht aber auch das war halb so wild,nicht wie bei dir?
    ❤❤Geburten sind echt krass aber auch sooo toll,dieses Gefühl wenn man sein Kind das erste mal sieht spürt und hält unbeschreiblich schön❤

    • Rabaukenmami

      Wow <3
      Da hattest du ja tatsächlich Traumgeburten 🙂 Kann man glatt neidisch werden 😀
      Ich hätte auch gern gewollt, dass beide von alleine losgingen. Mein Körper kann aber wohl keine Wehen produzieren, meinte der Arzt nach der 2. Geburt.

      Liebe Grüße,
      Christina

  2. Eileen

    Das habe ich jetzt schon oft gehört und bei beiden Geburten hatte ich immer Zimmernachbarinen die Eingeleitet wurden?naja zum Glück gibt es das ,so das man trotzdem normal gebären kann.Es ist so schade/schlimm für die Mamas die sich Stunden um Stunden abmühen und am ende wird es ein KS?aber Hauptsache allen geht es gut ❤zum Glück vergisst man schmerzen sobald man das kleine Wesen im arm hält?

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