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Erziehung & Erfahrung

Den Augenblick genießen

Eigentlich war für heute ein anderer Blogpost geplant, aber dieses Thema, bewegt mich so enorm, dass ich drüber schreiben muss.

Ilayda.
Viele haben ihre Geschichte mitbekommen. Für die, die es nicht haben folgt dieser Abschnitt.


2012, mit 6 Jahren erkrankt sie an Leukämie. Ihre Familie, Freunde und sie selbst riefen zur Typisierung auf, schickte Videobotschaften an Manuel Neuer und Cristiano Ronaldo um Stammzellenspender zu werden. Durch diesen Ehrgeiz und das Engagement werden 40 Leben gerettet. Nur ihr eigenes nicht. Der Krebs kehrt immer wieder zurück, insgesamt vier Mal. Ihr letzte Chance: die USA. Dort gibt es die sogenannte T-Zelltherapie, doch diese kostet 500.000€ die nicht von der Krankenkasse übernommen wird. Youtuber, Blogger und die Presse rufen zu Spenden auf. Das Geld kommt innerhalb weniger Wochen zusammen. Gemeinsam mit ihren Eltern fliegen sie nach Seattle, doch die Therapie schlägt nicht an. Sie kann nicht mehr und hat einen letzten Wunsch, zurück in ihre Heimat. Sie fliegen nach Istanbul um dort ganz nah bei ihren Eltern zu sein. Sie fällt ins Koma, wacht wie durch ein Wunder wieder auf. Es geht ihr besser, ihr Zustand stabilisiert sich. Doch dann geht es nicht mehr. Sie kann nicht mehr. Hat keine Kräfte mehr.

– Ich kann und möchte nicht mehr kämpfen
– Ich habe nicht mehr die Kraft und möchte Frieden
– Ich möchte in den Himmel
– Ich weiss dass ihr weinen werdet, für Euch geht die Welt unter, aber bitte versteht mich, ich will nicht mehr
– Ich spüre nur noch Schmerz und Leid
– Ich spüre dass mein Herz schwächer wird
– Ich habe soviel Menschen die mich lieben und für mich beten
– Bitte verspricht mir, dass ihr nie aufhören werdet mich zu lieben und für mich zu beten
– Ich bin bereit zu gehen und ich bin auch aus dem Koma zurückgekommen um Euch noch einmal zu sehen, um Euch nochmal zu umarmen, um Euch zu riechen und zu küssen….
– Ich wollte Euch nochmal sagen, dass ich Euch alle liebe, dass ihr die besten Eltern seid und das ihr Euch nicht die Schuld geben sollt
– Es ist Zeit zu gehen…..

Quelle: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=648305545327903&id=119967461495050

Gestern, um 9:40Uhr hat Ilayda unsere Welt verlassen und ist ins Paradies gekommen, wie sie es selbst sagte. Nachdem ich diese Nachricht auf Mellis Blog gesehen hatte, schossen mir die Tränen in die Augen. Warum nimmt Gott so ein süßes Mädchen von unserer Welt? So eine Kämpferin und so ein mitfühlendes Kind? Selbst jetzt, wenn ich den Artikel schreibe kommen mir immer wieder die Tränen. Ilayda war so ein tapferes Kind. Die vor allem anderen helfen wollte.
Ich hoffe dir geht es gut, dort wo du jetzt bist. Ich hoffe du bist Schmerzfrei und kannst endlich Kind sein. 

Den Augenblick genießen BildQuelle: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=645611038930687&id=119967461495050&substory_index=0

Ich möchte mit diesem Post aber nicht nur an Ilayda und ihre Familie gedenken, sondern auch ein Bewusstsein schaffen. Das Leben ist viel zu kurz um von unserem Kind genervt zu sein. Es ist doch egal, ob das Kind ein zweites oder drittes Mal aus dem Bett kommt, weil es nicht schlafen kann. Es ist doch egal, ob das Kind trödelt, weil alles andere einfach viel viel wichtiger ist. Es ist doch egal ob das Kind lieber spielt, statt das Zimmer aufzuräumen. Es ist doch egal ob das Kind in Mamas und Papas Bett gekrochen kommt, weil Monster im Zimmer sind.
Es ist verdammt nochmal egal. Muss man sich wirklich immer über Kleinigkeiten aufregen? Zeit ist so kostbar, muss man sich deshalb stressen lassen? Wir sollten den Augenblick genießen! Und stressfreier leben.
Nehmt eure Kinder in den Arm und küsst sie, geht auf ihre Bedürfnisse ein. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir die Menschen die wir lieben jeden Tag bei uns haben können und mit ihnen Zeit verbringen dürfen. Wir sollten es genießen. Und zwar jeden Tag. Jeden Moment. Nur einem kurzen Augenblick plötzlich alles verändern kann. Macht euch bitte bewusst, was wir für ein Glück haben. Das wir unsere Kinder berühren können, mit ihnen lachen können und mit ihnen kuscheln dürfen. Denn ganz viele können das nicht mehr.

Wenn es morgens zu stressig ist, steht früher auf. Wenn sie das Zimmer nicht aufräumen wollen, räumt es mit ihnen gemeinsam auf. Wenn euer Kind in euer Bett möchte, macht Platz, ihr könnt auch ein Stillkissen als „Raumtrenner“ nutzen. Für jede Situation gibt es eine Lösung. Dafür müssen wir nur uns selbst kritisieren und ändern.

 

Genießt das Leben jeden Tag und jeden Moment! 

 

Eure Christina Bild