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Von Wikinger und heißen Wasserquellen. Der Südwesten Islands.

Ursprünglich wollten wir Heute die Golden Circle Tour fahren, aber durch den heftigen Wind und den Schnee beschlossen wir in ein Museum zu gehen. Uns wurde, gerade mit Kindern, zu dem Wikinger Museum geraten, welches in der Nähe des Flughafens in Keflavik liegt. Das Navi kannte die Adresse nicht, weshalb wir einfach nur den Ort eingegeben habe. Island ist nicht so groß und hat nicht so viele Straßen, weshalb wir guter Hoffnung waren, das Gebäude bald zu finden. Joah, so der Plan. 😀
An einer Tankstelle angekommen mussten wir erst einmal ein Pärchen fragen, ob es uns helfen könne. 😀 Sie zeigten es uns auf der Karte. Wir setzten uns also wieder ins Auto fuhren ein paar Meter, bis wir vom Weiten schon das Gebäude sahen. Es ist also doch so, man braucht keine Karte. Man sollte nur seine Augen offen halten. 😀
Auf der Fahrt dorthin fiel uns ein Regenbogen auf. Aber nicht nur einfach ein Regenbogen. Sondern ein Regenbogen, der im Wasser endete.

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Im Wikingermuseum angekommen, sah es nicht so aus, als wäre es riesig groß. Aber wir ließen uns gerne überraschen. Die Jungs hatten jedenfalls einen großen Spaß dort. Es wurde das Todesritual der Wikinger nachgebaut. Wikinger, die gestorben waren, wurden mit samt ihrer Ausrüstung, manchmal auch Pferde und sonstiges Hab und Gut, auf Schiffe gelegt und dann aufs Wasser gelassen.
Danach konnten sie dich Jungs oben, in der 2. Etage austoben. Ein riesig großes nachgebautes Wikingerschiff. Außerdem gab es eine kleine Führung, mit Kopfhörer, die eine Geschichte über sie Sagen und Gottheiten Islands erzählten. Der Rabauke hörte aufmerksam zu, während ich dem Kleinen die gesamte Zeit immer hinterher lief. 😀 Die Liebe ins Detail des Museums war wirklich ersichtlich. Und das Wichtigste: Der Rabauke hat etwas über eine neue Kultur und Menschen gelernt.

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Nachdem das Wetter doch etwas mitspielte und es aufhörte zu regnen beschlossen wir noch etwas den Südwesten Islands zu erkunden. Anhand der Karte, die wir im Reiseführer hatten, konnten wir genau sehen wo es welche Sehenswürdigkeit gibt. Der Plan: Wir fuhren eine Art Kreis um wieder auf die Straße zu kommen, die Richtung Heim führt.
Die erste Station, Reykjanestá, der südwestlichste Punkt Islands. Die Klippen treffen hier auf die Trennungslinie zwischen der amerikanischen und der eurasischen Kontinentalplatte. So etwas finde ich ja total spannend. Das Wasser das hoch spritze war Meter hoch. Aber Achtung, lieber weiter entfernt zuschauen, als zu nah zu kommen und runterfallen. Der kleine Rabauke blieb sogar im Auto, weil der Wind SO stark war. Wir machten ein paar Bilder, als es plötzlich wieder heftigst anfing zu regnen. Das ist Island. Im einen Moment ist es total schön, die Sonne scheint und im nächsten Moment regnet es heftigst.

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Danach fuhren wir zu Gunnuhver. Gunnuhver ist das heißeste Gebiet im Südwesten Islands. Unter der Erde herrschen Temperaturen von 300°C. Es ist das größte Schlammquellengebiet Islands, aus Erdlöchern zischt der Dampf nur so raus. Es ist total faszinierend. Ich konnte mir garnicht vorstellen, das es da unter der Erde so heiß ist.

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Weiter ging unser Roadtrip zurück ins Landes Innere. Der Ausblick und die Natur ist einfach unbeschreiblich. Ganz anders als die Länder, die ich bisher gesehen habe. Ganz selten sieht man mal ein Haus, dass irgendwo alleine steht. Die größeren Städte, sehen aus, wie Dörfer bei uns. Alles ist in Erdfarben gehalten, rot, orange, braun, schwarz. Einfach ein Wahnsinn.
Weiter ging es in Richtung Vulkan Krýsuvik zum See Graenavatn, einem Explosionskrater des Vulkans. Es ist einfach total spannend, wie Island aufgebaut ist. Überall die Vulkane und vor allem die Rückstände der Vulkane. Der große Rabauke hatte etwas Angst, als er hörte, was gerade alles unter uns passierte. „Mama, wehe hier spuckt gleich die Lava raus, wehe der Vulkan explodiert“ durften wir uns mehrmals anhören.

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Unsere letzte Station war Seltún, ein geothermales Feld, des noch aktiven Vulkans. Das gesamte Gebiet stinkt einfach so nach Schwefel. Genau so muss es riechen, wenn Bibi Blocksberg hext. Dachte ich mir die ganze Zeit. 😛
Über all blubberten die Bläschen aus den Wasserlöchern, ein kleiner Bach floss den Berg herunter. Nachdem es einige Besucher gab, die in das Wasser von griffen, versuchten wir es auch. Wir suchten uns ein kleines Wasserloch, das nicht all zu heftig blubberte, das Wasser war so angenehm warm, das tat den kalten Händen richtig gut. 🙂

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Der Südwesten Islands ist schon ziemlich beeindruckend. Total müde fuhren wir nach dem Besuch nach Hause.
Bisher gefällt es uns hier gut, die Jungs möchten aufjedenfall nochmal hier her. Und noch haben wir nicht alles gesehen. Wir freuen uns auf Morgen. 🙂

 

Wart ihr schonmal im Südwesten Islands? Was hat euch am meisten beeindruckt?

Eure Christina Bild