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Island / Reisen

Wetter in Island

Das Wetter in Island ist nicht immer so, wie ihr es auf dem Beitragsbild seht. Es ist unbeständig. Es kann sich jederzeit ändern und mit jederzeit meine ich jederzeit.

Deshalb möchte ich euch vorab zwei Seiten ans Herz legen, die gerade im Winter von den Isländern fast täglich genutzt wird.
Nämlich Vegagerðin und Veður. Dort könnt ihr sehen wie das Wetter in etwa sein wird und ob Straßen aufgrund der Wetterverhältnisse gesperrt sind. Das Wetter in Island zu bestimmen ist nämlich garnicht so einfach, es kann sich wirklich jede Minute ändern.

Wie oft sitzen wir in der Wohnung an einem Samstag oder Sonntag Morgen und denken, das wir nun rausgehen könnten weil das Wetter gut ist. Also machen wir uns fertig, was als Frau ja ziemlich lange dauern kann 😀 und bis sich auch der Kleine angezogen hat und wir endlich bereit sind rauszugehen, fängt es an zu Regnen.

Ich muss dazu sagen, für die Isländer ist gutes Wetter, selbst wenn es lediglich bewölkt ist und es nur 7 Grad hat.
Schönes Wetter ist nämlich relativ. 😉

Ihr könnt euch auch über verschieden Webcams eine Lage von eurer Route oder Destination machen. Ich finde es mega spannend zu sehen, wie die Verhältnisse woanders im Land sind.

Auch das ist gutes Wetter bei den Isländern.

Die geografische Lage
Island liegt mitten in Nordatlantik, umgeben von Wasser. Die Hauptstadt Reykjavík ist die nördlichste Hauptstadt Europas. Rund um Island? Der nördliche Polarkreis, Grönland, die Färöern und Norwegen. Umso verwunderlicher ist es, dass Island wohl das wärmste arktische Land ist.
Das Land wird nie richtig kalt, so wie man es vielleicht aus Schweden, Finnland, Norwegen oder selbst Deutschland kennt. Minustemperaturen von bis zu 15,20, oder 30 Grad.
Der Winter in Island ist relativ mild, die Temperaturen bewegen sich meist um die 0 Grad, dank des Golfstromes.

Reykjavík im Feburar.


Zwei Jahreszeiten
In meinem Beitrag „Packliste für Island“ habe ich euch bereits erzählt, dass Island nur zwei Jahreszeiten hat. Winter und Sommer. Der Winter geht von September bis Mai. Ja ich habe oft den Wintermantel noch im Mai an. Zumindest habe ich letztes Jahr im September ein Flugticket von Mai wiedergefunden, also muss ich ihn definitiv im Mai noch getragen haben. 😀
Der offizielle Sommertag ist der 18. April, ein Feiertag in Island.
Die Sommermonate Islands sind allerdings eher der Juni, Juli und August.
Im Sommer kann es bis zu 20 Grad werden. Ich sagte kann. 😀 Das sind die Tage an dem sich alle Isländer draußen aufhalten und die Sonne genießen. Obacht! Cremt euch ein, die Sonne am Polarkreis ist ziemlich stark.
Der 21. Juni ist der längste bzw. hellste Tag in Island. Die Sommerwende, nach diesem Tag werden die Tage wieder kürzer und dunkler.
Oft liegen die sommerlichen Temperaturen aber zwischen 13 und 15 Grad. 2018 war es ziemlich verregnet, 2019 hingegen war der beste Sommer seit Ewigkeiten.

Mitternachtssonne in den Westfjorden


Der Winter in Island ist unberechenbar. Stellt euch auf viel Schnee vor allem außerhalb Reykjavíks, Dunkelheit und viele Stürme ein.
Der kürzeste Tag Islands ist der 21. Dezember. An dem Tag zeigt sich die Sonne für 4-5 Stunden im Land.
Die Polarlichter könnt ihr zu dieser Zeit sehen, dafür empfehle ich euch aber eher die Monate September und Oktober. Wir haben sie damals im Oktober gesehen und waren absolut sprachlos!
Wie gesagt, der Winter ist ziemlich nass und stürmig, weshalb man nur mit viel Glück die Nordlichter sehen kann.
Die Westfjorde sind im Winter komplett von der außen Welt abgeschnitten. Sie sind bedeckt mit Schnee, Wege sind gesperrt. Eine Reise dorthin würde ich nur für den Sommer planen.

Das Hochland
Das Hochland Island ist lediglich für etwa 3 Monate im Jahr geöffnet. Von Mitte Juni bis Mitte September. Das Wetter ist im Hochland anders, als im restlichen Teil des Landes.
Im Winter kann es dort ziemlich kalt werden. Im Sommer werden auch hier die Straßen gesperrt, aufgrund von Unwetter und Überschwemmungen.

Winde Islands
Island ist sehr windig. Aber ich denke damit rechnet man auf einer Insel, die irgendwo „am Nordpol“ liegt. 😀
Es gibt kaum windstille Tage.

Zu den Winden gehören auch Stürme. Deshalb ist es wirklich wichtig, Vegagerðin und Veður täglich zu checken, besonders im Winter!

Sturm im Januar.

Beste Reisezeit
Meiner Meinung nach ist die beste Reisezeit der September. Ich liebe ihn. Es wird schon wieder dunkler, man hat Chancen auf Nordlichter. Und die Farben im gesamten Land sind kräftig!
Im Juni/Juli hat man allerdings die Möglichkeit die Mitternachtssonne zu betrachten, was wirklich atemberaubend ist. ABER es muss ja nicht unbedingt bei einem Urlaub bleiben. Island steht mit Sicherheit noch die nächsten Jahre dort um einen Urlaub in einem anderen Monat zu verbringen.

Ein September Abend in Island

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